Taekwon-Do als Wettkampfsport für Kinder und Erwachsene

Die koreanische Kampfkunst Taekwon-Do befähigt eine Sportlerin oder einen Sportler bereits nach dem Erlernen der wichtigsten spezifischen Bewegungen sowie dem Erlangen des gelben Gürtels dazu, sich in einem Wettkampf zu vergleichen. Da der ITF-D e.V. (nationaler Verband) innerhalb der Turniere auch Formenwettbewerbe (Tul) anbietet, können sich bereits 6-Jährige in dieser traditionellen Disziplin miteinander messen, ohne tatsächlichen Körperkontakt auszuüben. Das nimmt die generelle Angst vor Wettbewerben und lässt die Kleinen sowohl an ihren Erfolgen als auch an ihren Misserfolgen wachsen - ohne evtl. frustrierende Treffer einstecken zu müssen. Der Tul-Wettbewerb eignet sich aber nicht nur für Kinder bzw. Anfänger. Weil diese Disziplin bis ins hohe Alter ausgeübt werden kann, ist sie geradezu prädestiniert für alle Menschen, die etwas später zum Taekwon-Do gefunden haben, aber dennoch die Wettbewerbe nicht missen wollen. Indem die Tuldisziplin sowohl einzeln als auch im Team auf allen nationalen als auch internationalen Turnieren angeboten wird, bietet sie sich hier als idealer Einstieg in die Kader der Nationalmannschaften an.

Dennoch ist der klassische Vergleich „Mensch gegen Mensch“ in einem direkten Schlagabtausch immer noch der populärste Wettkampfteil des Taekwon-Do. Ausgestattet mit einer Schutzausrüstung, bestehend mindestens aus Hand-, Fuß- und Kopfschutz, agieren die Kontrahenten - eingeteilt nach Alter, Geschlecht, Graduierung und Gewicht – in Leichtkontaktmanier auf der Matte. Das schließt den harten Kontakt mit Verletzungsfolge von vornherein aus und führt z.B. bei einem K.O. zur Disqualifikation des Verursachers. Um zu gewinnen müssen durchaus Treffer erzielt werden, jedoch ohne Einsatz der Körpergewichtskraft und der damit einhergehenden Härte – leichter Kontakt also. Vielmehr werden Punkte für verschiedenartige gültige Techniken elektronisch durch vier Kampfrichter erfasst, aufaddiert, mit Verwarnungen und Minuspunkten verrechnet und am Ende zu einem Ergebnis zusammengeführt. So bringt z.B. ein Treffer mit der Faust jeweils einen Punkt, eine Fußtechnik zum Körper zwei Punkte und eine zum Kopf drei Punkte. Auch im sogenannten freien Kampf lassen sich die Vergleichskämpfe einzeln, aber auch innerhalb einer Mannschaft bestreiten.

Regelmäßig erweitert werden die Turniere um sogenannte Bruchtestdisziplinen, die in zwei Gruppen unterteilt werden: Kraftbruchtest und Spezialbruchtest. Wie der Name bereits verrät, kommt es bei der ersten Disziplin bei vorgegebenen Techniken auf die eingesetzte Kraft und somit auf die Anzahl der erfolgreich durchbrochenen Bretter an. Fairnesshalber kommen wiederverwendbare Kunststoffbretter zum Einsatz, um allen Teilnehmern die gleichen Bedingungen zu bieten. Die Attraktivität des Spezialbruchtests hingegen generiert sich einerseits aus der Höhe, in der die Bretter durch Sprung getroffen werden müssen, sowie andererseits durch die Akrobatik und Körperbeherrschung, die dazu notwendig sind.
Taekwon-Do ist eine facettenreiche Kampfkunst und bietet allen Interessierten jedes Alters den optimalen Einstieg in einen faszinierenden Wettkampfsport.
 

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